Digital bauen – weiter denken

Digibuild_Build Digitally_ISG_Germany 6 January 2021 / By Aydin Karaduman

Digitalisierung eröffnet Raum für Innovationen. Der digitale Wandel bietet vielfältige Chancen, hat gleichzeitig aber auch spürbare Auswirkungen auf die Art, wie wir leben und arbeiten. Doch die Innovationen von heute sind morgen vielleicht schon längst überholt, also müssen digitale und innovative Unternehmen die Grenzen immer weiter verschieben, um weiterhin den entscheidenden Schritt voraus zu sein. Das erfordert Mut und Willen zu Veränderung.

#digibuild

Teambesprechungen über Online-Plattformen, virtuelle Rundgänge, digitale Planungstools – Der digitale Wandel schreitet nicht nur voran, er hat längst Einzug in unseren Alltag gefunden. Echte Chancen eröffnen sich agilen Unternehmen, die sich neuen Gegebenheiten schnell und flexibel anpassen können. Ebensolche, die sich bereits an die digitale Welt angepasst haben. Technologieunternehmen machen es bereits seit vielen Jahren vor: Sie haben die Entwicklungen für sich genutzt und bereits früh die richtigen Voraussetzungen geschaffen, um nun zu den digitalen Vorreitern zu zählen. Wer digital einen Schritt voraus sein will, braucht vor allem Mut und ein kluges, agiles Team, das Innovation in seiner DNA verankert hat und Veränderungen vorantreibt. Wer digitalisiert, gewinnt.

 

“Wir wollen unserer Branche immer einen Schritt voraus sein und arbeiten daran, Lieferketten noch effizienter zu gestalten. So gelingt es uns, dank neuer Technologien unsere Bauprozesse zu optimieren und Projekte noch schneller an unsere Kunden zu übergeben. Sind Technologie, Kreativität und Agilität im Kern der Unternehmenskultur verankert, wird ein Unternehmen gestärkt aus kritischen Situationen hervorgehen.”

Aydin Karaduman, Managing Director Europe

Die digitale Technologie ist der Schlüssel, um Arbeitswelten auf das nächste Level zu heben und neue Standards für einen effizienten Bauablauf zu setzen. Ist Digitalisierung bereits im Unternehmenswesen fest verankert, kann die aktuelle Krise als Treiber für eine sinnstiftende, ressourcenschonende und nachhaltige Arbeitswelt genutzt werden.

Digitalisierte Bauunternehmen werden so zu Partnern auf Augenhöhe und realisieren zukunftsweisende Projekte mit der passenden Expertise und dem richtigen Mindset. Dies bedeutet Investition in die eigenen Mitarbeiter und die Bereitschaft für lebenslanges Lernen. Dabei ist es entscheidend, sich fortwährend weiterzuentwickeln, digitale Tools zu testen und daraus zu lernen. Auf diese Weise sind sie auf mögliche Veränderungen optimal vorbereitet. Unternehmen, die sich nicht an diese neuen Bedingungen anpassen und sich digital orientieren, werden das Rennen auf lange Sicht verlieren.

Digibuild - Digital bauen | ISG in Deutschland

 

Quelle: IDC-InfoBrief zum Thema „Digital Transformation: The Future of Connected Construction“, Juli 2020


Prozesse effizienter und transparenter gestalten

Die Vision digitalisierter Bauunternehmen sollte es sein, den gesamten Planungs- und Bauprozess zu vereinfachen und zu beschleunigen. Im Fokus stehen dabei nicht nur interne betriebliche Abläufe, sondern vor allem die Kunden – Auftraggeber und Bauherren ebenso wie Architekten und Planer. Krisenzeiten können dazu genutzt werden, um digitale Lösungen noch intensiver zu testen: Mit einfachen, aber leistungsstarken Werkzeugen haben Bauunternehmen die Möglichkeit, ihre Baustellen automatisch zu dokumentieren und die Ergebnisse mit Personen außerhalb der Baustelle zu teilen. So können Auftraggeber, Kunden und Berater die Projekte regelmäßig aus der Ferne überwachen. Vernetzung und lückenlose Kommunikation, Effizienz, optimale Ressourcenplanung, Planungs- und Terminsicherheit sowie rechtzeitiges Aufdecken von Fehlerquellen sind nur einige der Vorteile der digitalen Möglichkeiten.

“Seit Jahren bringen wir technologische Innovationen voran. Wir erwarten von unseren Dienstleistern, dass auch sie diesen Weg mitgehen – wir wollen Partner auf Augenhöhe, die unsere Philosophie verstehen und sich nicht vor Veränderungen verschließen.”

Weltweit führendes US-Softwareunternehmen

Digitale Tools ermöglichen einen sicheren und verlässlichen Arbeitsablauf. Bauauftraggeber, Architekten oder Bauleiter sparen wertvolle Zeit für eine Baubesichtigung vor Ort, das Risiko von Projektverzögerungen wird minimiert. Mittels verschiedener Verfahren gesammelte Live-Daten erfassen den aktuellen Fortschritt auf der Baustelle und ermöglichen genauere Prognosen zum weiteren Projektverlauf und eine dynamische Reaktion auf Engpässe. Alle erforderlichen visuellen Informationen werden Projektbeteiligten zur Verfügung gestellt, um schnelle Entscheidungen treffen zu können. Digitale Tools sorgen zudem dafür, dass die Lieferungen zur Baustelle zeitlich abgestimmt erfolgen können. Dies spart vor Ort Lagerplatz und -kosten sowie teure Arbeitszeit. Digitale Tools machen die Arbeit transparenter: Das tatsächliche Baugeschehen wird überwacht und dokumentiert. Dadurch optimieren wir die Zusammenarbeit zwischen Projektbeteiligten und schaffen jederzeit Transparenz über den aktuellen Stand.

Eine große Herausforderung der Zukunft wird sein, verfügbare Tools und Prozesse zu selektieren, gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren auf der Baustelle zu integrieren und für den Kunden relevanter zu gestalten. Nur mit gleichgesinnten Nachunternehmern und starken Partnern ist es möglich, Prozesse zu verändern und gestärkt aus Zeiten der Umwälzungen hervorzugehen.

Digitale Tools zur Erstellung von 3D-Modellen der Baustellen ermöglichen nicht nur die Reduzierung der Anwesenheit auf der Baustelle, sie sorgen auch für eine schnellere Planung und eine effektive Dokumentation am Bau. Bei unserem Projekt für The Office Group in Frankfurt nutzen wir eine auf den Bauhelm montierte Webcam des Startups Oculo, die eine 360-Grad-Ansicht der Baustellen ermöglicht und während der Begehung selbstständig Aufnahmen macht. Andere Systeme, wie zum Beispiel Matterport, das wir nun schon bei einigen Projekten verwendet haben, funktionieren ganz einfach per App. Die Aufnahmen werden in die Cloud gespeist und ergeben auf Basis von digitalen Raumplänen ein 3D-Modell der gesamten Baustelle. So können sich alle beteiligten Akteure auch aus der Ferne ein Bild machen. Ein weiteres Beispiel ist das Berliner Unternehmen Plan3D. Bestandspläne und Objektbegehungen bilden den Ausgangspunkt für ein 3D-Modell eines Bestandsgebäudes. Per Laserscan entsteht ein Punktmodell der Bestandsimmobilie, das durch die jeweilige Planungssoftware – z.B. AutoCAD – zum fertigen Modell zusammengefügt wird. Das Tool haben wir unter anderem bei unserem Microsoft-Projekt in Berlin verwendet.

 

Kosten- und Zeitersparnis durch digitale Tools

Die Kosten- und Zeitersparnis durch den digitalen Bau ist riesig: Waren vorher mehrere Mitarbeiter tagelang mit der Erfassung beschäftigt, lassen sich nun tausende Quadratmeter Baufläche mit wenig Aufwand zuverlässig und kostengünstig digital dokumentieren. International agierende Unternehmen reduzieren die Reisetätigkeit und damit Kosten. Die genaue Dokumentation vermeidet zudem nachträgliche Reklamationen und vereinfacht damit das Mängelmanagement deutlich. Bauunternehmen am Puls der Zeit inkludieren virtuelle Begehungen als Standard in ihren Angeboten – natürlich ohne Mehrkosten für den Kunden.

“Digitale Tools zur Erstellung von 3D-Modellen bieten einen enormen Mehrwert für uns. Wir müssen deutlich seltener vor Ort sein und sparen dadurch viel Zeit, Personal- und Reisekosten. Bei einer Bestandsaufnahme vor und nach Abriss sparen wir dadurch Zeit und Kosten für die Erfassung. Begehungen machen wir stattdessen online und können die Expertise unserer Teams dort einsetzen, wo sie wirklich gefragt ist.”

Internationaler TGA Dienstleister

Digitale Tools sind längst verfügbar und bieten erhebliches Potenzial für sämtliche Bereiche der Bauwirtschaft - für schnellere Planung, besser durchdachte Gebäude und pünktliche Übergaben. Natürlich basiert die Digitalisierung auf Technik, aber das alleine reicht nicht. Eine ebenso tragende Rolle spielen die Menschen. Nur ein offener und gleichberechtigter partnerschaftlicher Ansatz zwischen allen Beteiligten führt langfristig zum Erfolg. Es geht darum, die Stärken der Projektteams optimal zu nutzen und ein Umfeld zu schaffen, in dem Innovationen vorangetrieben getrieben werden. So können die Teams Herausforderungen und Probleme rechtzeitig erkennen und gemeinsam Lösungen erarbeiten. Die Tür zur Digitalisierung steht weit offen – nur Unternehmen, die diese Chance nutzen, werden langfristig am Markt bestehen.

 

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Aydin Karaduman | ISG
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